Segler und Windsurfer gemeinsam am Start bei der Seefestregatta am Bostalsee

Am 29.7.2018 fand am Bostalsee die traditionelle Seefestregatta mit Rekordbeteiligung von insgesamt 38 Booten und Surfbrettern statt. Die eintägige Regatta war ursprünglich nur für Jollen, Katamarane und „Dicke Pötte“ ausgeschrieben. Auf Anfrage beim Vorstand des ausrichtenden Vereins SC Nordsaar durften in diesem Jahr erstmals auch die Optis und Windsurfer starten. Eine kleine Revolution im Saarland, denn dass Windsurfer und Segler gemeinsam starten, hatte es hier noch nie gegeben!

Die 10 Windsurfer bildeten die größte Startgruppe. Das Raceboard Regattateam des WSCS und Trainer Fabian Aldinger nutzten dieses Event als Abschluss ihres Bundesligatrainings, das von Donnerstag bis Sonntag am Bostalsee stattfand. Zweitgrößte Gruppe waren die Optis, die mit 7 Startern auf einen eigenen verkürzten Kurs geschickt wurden. Gemeinsam mit Katamaranen, Dyas, Variantas, Laser, 505ern, 470er, 517er und vielen anderen Booten gaben die Starter der Seefestregatta ein wunderbar buntes Bild ab. Auch was das Alter der Segler angeht, war das Starterfeld bunt gemischt. Bei den Skippern zwischen 8 Jahren und 73 Jahren, die gemeinsam ihrer Leidenschaft nachgingen, waren alle Generationen vertreten.

Gestartet wurde in der Bucht vor der Seglerbasis mit einem sogenannten „Kängurustart“, bei dem zuerst die langsamsten Boote starten und anschließend je nach Yardstickzahl die schnelleren Boote.

Insgesamt ging es drei mal rund um die festliegenden Trainingstonnen und zuletzt wieder ins Ziel. Für die schnelleren Boote und Surfer war es eine Herausforderung, sich mit taktischem Geschick und fahrerischem Können an den übrigen Booten vorbei nach vorne zu arbeiten.

Die Windsurfer passten sich an die Regeln der Segler an und verzichteten auf das gewohnte Pumpen und hielten Abstand von den Tonnen. Wenn sich eine Sprintasport mit rund 30 qm Segelfläche und Optimisten mit 3,5 qm Segelfläche oder Windsurfern mit 7 – 9,5 qm Segelfläche begegneten, erinnerte dies zeitweise an den Kampf zwischen David und Goliath, doch es kamen alle mit heilem Auge davon. Wettfahrtleiter Detlef Neidhart und Werner Frenger freuten sich über das faire Verhalten der Segler und Surfer als nach insgesamt zwei Wettfahrten bei 2-3 Windstärken alle wieder glücklich an Land waren. Dort gab es nach der Siegerehrung noch ein Würstchen sowie ein Freigetränk für alle Teilnehmer und viele lobende Worte.

Gewinner der Regatta wurde Fabian Aldinger vom SCMainz vor Robin Rockenbauch, WSCS und Carsten Burger, WSCS, die alle auf dem Raceboard gestartet waren. Es folgten die Segler Klaus Spindler (Platz 4) im Finn, Frank Walter mit Uli und Maxi Keil (Platz 5) in der J22 und Dirk Frank und Stefan Kempf (Platz 6) im 505er. Den „Dicke Pötte“ Pokal nahmen Claus Michael Lehr und Christine Schaal-Lehr mit nach Hause. Bei den Optimisten gewann Alessa Frank vor Fiete Kolbus und Hannah Kutsch. Glückwunsch an alle Gewinner und ein herzlicher Dank an alle Teilnehmer, die mit dem olympischen Gedanken angetreten sind und mit zum Gelingen beigetragen haben!

Ein ganz besonderer Dank geht auch an den SCNS und dessen Helfer für die entgegen gebrachte Offenheit und das Ausrichten dieser rundherum gelungenen Veranstaltung. Das war eine Regatta, die mit geringem Aufwand ein Maximum an Spaß gebracht hat und bewiesen hat, dass mit gegenseitigem Entgegenkommen vieles möglich ist! Die Einladung zur nächsten Freitagsregatta am 24.8.2018 am Bostalsee um 17.20 Uhr nehmen wir gerne an.

„Shaka“und „Hang Loose“ sowie „Mast und Schotbruch“

wünscht Jutta Rockenbauch (WSCS und SCNS)

Jugend-Törn Soffio 2018 – Teil I: Training und Regatta Cinque Fari (25.6-2.7.)

Jeder hatte wohl andere Erwartungen an die zwölf Meter lange Vereinsyacht des SC Schotbruch namens Soffio. Nur die Vorfreude auf den Jugendtörn auf dem Mittelmeer war sicherlich bei allen gleich, vor allem bei den drei saarländischen Jugendlichen Taric Ludt, Leon Schulz, und Niklas Schneider (mir), die von den erfahrenen Seglern Michael Becker und Dirk Frank unterstützt und von Skipper Claus-Michael Lehr begleitet wurden.

Also machten wir uns am Montag, den 25. Juni auf die Reise zum Porto Arenella, wo das Boot seinen Stammliegeplatz hat. Dort kamen wir nach einem Zwischenstopp beim Segelmacher, wo wir die frisch überholten Regattasegel abholten, und einer rasanten Taxifahrt durch Palermos 30er-Zonen heil abends an. Zunächst zu fünft (Dirk sollte erst am Mittwoch zu uns stoßen) richteten wir uns unter Deck mit unserem Gepäck ein, um danach in Arenella für ein selbst gekochtes Abendessen einkaufen zu gehen.

Der nächsten Tage sollten dazu dienen, uns als Crew gemeinsam an das Boot zu gewöhnen und uns einzusegeln, deswegen zögerten wir nicht lange und legten am Dienstagnachmittag ab und segelten 3 Stunden bei 15 Knoten Wind und fast zwei Metern Welle, nicht die einfachsten Bedingungen zum Start, aber wir packten es trotzdem. Schnell merkten Leon und ich, dass selbst jahrelange Laser-Erfahrung hier nicht so viel bringen; Taric hingegen war uns als 29er-Segler ein bisschen voraus, was das Wissen um die Besegelung angeht („Was ist denn ein Fall?!“).

Nichtsdestotrotz hatten wir einen schönen Segeltag; das musste am Mittwoch gleich wiederholt werden, zuvor stand aber das Wechseln der Segel an, also: Fahrtensegel runter, Carbon-Regattasegel drauf, dazu für die Regatta unnötiger Ballast wie Beiboot oder Aussenborder von Bord. Abends traf dann auch endlich Dirk ein, mit dem wir auch gleich am Donnerstag wieder ein paar Stunden rausfuhren. Freitags fühlten wir uns dann auch mal bereit, um zum ersten Mal den Spinnaker hoch zu ziehen, was auch bis zur Halse gutging; da der Wind aber langsam stärker wurde entschieden wir uns am Ende des Manövers doch lieber für ein rasches Bergen , um eine „Eieruhr“ im letzten Moment zu verhindern.

.An diesem Abend fuhren wir nicht nach Arenella zurück, sondern in den Stadthafen von Palermo, wo auch die „Societa Canottieri Palermo“, welche jährlich die Regata dei Cinque Fari („Regatta der fünf (Leucht-)Feuer“) ausrichtet, seine Anleger hatte. Im schicken Clubhaus gab es auch einen Empfang, um die Regattateilnehmer zu begrüßen, und als einzige ausländische Crew erhielten wir sogar einen kleinen Extraapplaus. Nachdem das kleine Snackbuffet schließlich leer war und auch die anderen so langsam verschwanden, machten wir uns auf den Weg, um in der Stadt eine Pizzeria zu finden und ließen den Abend bei gutem Eis und langsamen flanieren durch Palermo ausklingen.

Da der Start am Samstag für zwölf Uhr angesetzt war, fuhren wir frühzeitig raus, und es konnte pünktlich losgehen (was in Italien offenbar keine Selbstverständlichkeit ist). Nach einem gewöhnlichen Fünf-Minuten-Start unter Flagge I, bei dem es vor allem an unserem Ende der Startlinie heiß herging, folgte eine kurze Startkreuz zu einer kleinen Tonne, dann ging es auf einem Halbwindkurs zur Insel Ustika, wo sich die ersten beiden Leuchttürme befanden. Neben uns trat eine weitere Grand Soleil 40 „Renoir“ an, die aber von der Regattaleitung langsamer eingestuft worden war als unsere. Trotzdem erreichte sie zu unserem Ärger die Insel vor uns, was wir bei der Umrundung aber wieder gutmachen konnten.

Hinter Ustika setzten wir den Spinnaker und segelten bei sechs bis sieben Knoten Fahrt vor der „Renoir“ (unserem ärgsten Konkurrenten, wie sich später zeigen wird) in den Sonnenuntergang. Leider konnten wir die Position nicht langen halten, denn als unser Spi einmal einfiel, nutzte die Crew der Renoir die Möglichkeit und zog (auf Backbordbug fahrend, während wir auf Steuerbordbug waren) in einem spektakulären Überholmanöver mit ihrem Heck weniger als einen Meter an unserem Bug schräg vorbei. Danach fuhr sie uns langsam aber sicher davon.

Mit der Nacht kam aber auch mehr Wind auf dem Weg zum dritten Leuchtturm, der freistehend eine Untiefe vor der Küste markiert. So passierte es, dass er auch auf einmal um 180 Grad drehte und aus dem Raumschotskurs auf einmal eine Kreuz wurde. Das hieß für die Mannschaft, die gerade nicht am schlafen war: So schnell wie möglich Spi bergen und neuen Kurs setzen. So kreuzten wir bis um drei Uhr morgens Richtung Scoglio Procelli, den wir dann umrundeten um weiter zum Capo San Vito zu fahren, wo sich der vierte Leuchtturm befand.Da wir nun wieder Halbwindkurs segeln konnten, beschlossen wir, den Code Zero zu setzen, nur um ihn zehn Minuten später durch den Spinnaker auszutauschen; aber auch der blieb nicht lange oben, der Wind drehte erneut um 180 Grad, was bedeutete, dass wir den Rest des Weges kreuzen mussten. Am Capo San Vito kamen wir Sonntag morgens an, als sich auf einmal eine Flaute an der ganzen Küste entlang ausbreitete; wenigstens konnten wir entspannt frühstücken. Hier bemerkten wir auch, dass die Renoir nachts einen schwerwiegenden taktischen Fehler begangen haben musste, denn sie war auf einmal weit hinter uns, später stellte sich heraus, dass sie den Kurs einfach mit dem Wind geändert hatten und so einen riesigen Umweg gefahren waren.

Als gegen zehn Uhr der Wind so langsam wiederkam, setzten wir unsere Kreuz zum Capo Gallo fort, bei der wir zwar auf andere Gegner noch aufholen, aber niemanden mehr einholen konnten. So kamen wir gegen fünf Uhr nachmittags im Ziel an. Zunächst mussten wir aber erst einmal die Ziellinie identifizieren, was gar nicht so einfach war; dann aber kam die ersehnte Zieldurchfahrt, nach der selbstverständlich ein „Manöverschluck“ nicht fehlen durfte.

Erleichtert machten wir uns auf den Weg zurück nach Palermo. Als wir auf der Höhe von Porto Arenella waren und gemütlich die Segel bergen wollten, erlebten wir eine böse Überraschung: Der Motor sprang nicht mehr an, weil über das fast 30 stündige Segeln ohne Maschinengebrauch der Bordakku sich heimlich entleert hatte. Nach einer kurzen Diskussion steuerte Dirk das Boot kurzerhand mit einem gekonnten Aufschießer an die Tankstelle des Hafens und nach einem kurzen aufladen der Batterie per Landstrom konnten wir wieder nach Palermo weiterfahren. Auch an diesem Abend gingen wir wieder in die Stadt, um uns nach dem Essen das historische Zentrum anzusehen und natürlich durfte auch hier ein gutes italienisches Eis nicht fehlen.

Den Montag nutzten wir, um wieder die Fahrtensegel für die kommende Überführungsfahrt nach Olbia aufzuziehen, und nachdem Dirk und Michael am Tag zuvor schon abgereist waren kamen abends vier neue Crewmitglieder an Bord: Christine Schaal-Lehr und die drei Sachsen Jonas und Fynn Hölzel sowie Justus Isernhagen. Mit ihnen gingen wir abends zur Siegerehrung, bei der wir sogar einen Preis erhielten: Den, für die beste ausländische Crew.

Im Endergebnis wurden wir schließlich 15. von 16 ins Ziel gekommenen Teilnehmern (30 waren gemeldet, davon starteten nur 23); wir konnten die Renoir tatsächlich hinter uns lassen.

Alles in allem eine tolle Woche mit neuen Erfahrungen, die wir so schnell nicht mehr vergessen werden, aber es sollte ja noch weitergehen….

Bericht: Niklas Schneider

Fotos: Claus-Michael Lehr; S. Lopez ( Società Canottieri Palermo)

Fortsetzung folgt…

Bostal Trophy Trainung und Regatta

Vom 10.-13.05.2018 hat der Segelclub Nordsaar  die „Optimisten“ zum Segeln an den Bostalsee eingeladen.

Die Veranstaltung wurde ausgerichtet vom Segelclub Nordsaar e.V. (SCNS) und unterstützt vom Landesverband Saarländischer Segler (LVSS) und der  Deutsche Optimist-Dinghy Vereinigung e.V. (DODV). Vielen Dank für die Unterstützung!

Am Training am Donnerstag und Freitag  waren 37 Kinder in vier Trainingsgruppen in Ihren Optimisten auf dem Wasser. Das Trainerteam mit Ralf Rockenbauch (SCNS), Markus Müller (SCBO) und Alex Cross (SCR) wurde ergänzt durch Reinhard Linke (HSeV). Die Kinder schwärmten alle von dem effektiven Trainingseinheiten. An Land wurden die Kinder und Trainer gemäß dem saarländischen Motto „Hauptsach gudd gess“ unterstützt. Ein herzliches Dankeschön gilt dem HelferteamSimone Gabath, Susanne Köppen, Norma Frank und Simone Kutsch, die vier Tage unermüdliches Engagement zeigten.

Bild: Trainingsteilnehmer

Als kleines Highlight veranstaltete  die SCNS-Seglerjugend die „Opti-Oldie“, eine Veranstaltung mit vertauschten Rollen: Die Eltern segeln Optimist, die Kinder führen die Wettfahrt durch. Wettfahrtleiter Anton Gabath freute sich über 12 Teilnehmer, die alle einen Riesen-Spaß hatten, und von der publikumfreundlichen Tribüne angefeuert wurden. Sieger nach 2 spannenden Wettfahrten war Alexander Cross, der den begehrten Wanderpokal mitnehmen durfte.

Bild: Opti-Oldi Startvorbereitung

Bild Opti-Oldi Tribüne

Bild Trainerboot

Bild: Sieger Opti-Oldi, Alexander Cross

Samstags und Sonntags fand dann die Bostal Trophy für die Bootsklassen Optimist und Laser  statt. Das Team um Wettfahrtleiter Armin Krächan meisterte ihre Aufgabe, trotz oft schwachen und drehenden Winden .   Die 28 Teilnehmer im Optimist (Wertung B)  segelten vier Wettfahten, die schnelleren Laser segelten sechs Wettfahrten.

Es war ein spannendes Event rund um’s Jüngsten-und Jugendsegeln, das im Südwesten Deutschlands gerne besucht wird.

Bild: Sieger Opti B: vlnr Fiete Kolbus (3.), Yolanda Gebal (1.), Fynn Waltemode (2.)

In der Klasse „Laser Standard“ starteten 12 Teilnehmer. Es siegte Frank Walter vor  Leon Schulz und Alexander Schulz

Viele Grüße,

Martin Müller

Bostal-Dyas 2018 – eine gelungene Premiere

Klein, aber fein – wie das Saarland selbst – präsentierte sich der Bostalsee am 5./6. Mai 2018 bei bestem Segelwetter zu seiner ersten Ranglistenregatta der Dyas-Klasse. Der Einladung des Segelclub Nordsaar (SCNS) waren immerhin 13 Boote gefolgt, neben den vier ansässigen Crews vorwiegend aus den rheinland-pfälzischen Revieren von Mosel und Laacher See, aber auch aus Hessen, Bayern und NRW. In jüngster Zeit hat sich ein zunehmendes Interesse für die Dyas als sportliches Zwei-Personen-Boot für „Best Agers“ entwickelt. Mittlerweile umfasst die ansässige Flotte bereits 5 Boote und wird vermutlich dieses Jahr noch weiterwachsen.

Für viele der auswärtigen Gäste war bereits die Ansteuerung der etwas versteckt gelegenen Seglerbasis eine erste navigatorische Herausforderung. Das Einkranen am Freitag klappte unter der fachkundigen Betreuung von Saarflotten-Nestor Helmut Wagner aber problemlos, so dass am Abend fast die komplette Regatta-Flotte an den Stegen lag und ein sehr schönes, am Bostalsee bislang ungekanntes Bild abgab. Während die ansässigen Segler um 17 Uhr die beliebte Freitags-Regatta mit Känguru-Start zum „warm-up“ für das kommende Race nützten, takelten die Gäste ihre Boote weiter auf oder erkundeten die Saarländische Küche in den umgebenden Restaurants und Hotels. Einige Koblenzer fuhren sogar erstmal wieder zurück nach Hause, wo für Conny Huiskens und Michael Weber Koblenz am Samstag-Vormittag zunächst die standesamtliche Trauung von Michaels Sohn auf dem Programm stand. Respekt – soviel Engagement zeigt nicht jeder!

Bei frischem Wind aus NO (im Mittel 12 kn, aber mit Böen > 20kn) und Sonne pur belegten Horst Rudorfer und Peter Seitz beim ersten Lauf den ersten Platz, vor Karl-Heinz und Florian Schulz sowie Karl und Sylvia Schröder. Die Bostalsee-Seglern nicht unbekannten, teilweise heftigen Drücker und Dreher sorgten für durchaus anspruchsvolle Bedingungen, welche nicht allen Crews gleich gut lagen und auch für den einen oder anderen Ausfall beim 2. und 3. Lauf sorgten. Auch das Startschiff hatte zwischendrin einige Mühe zuverlässig seine Position zu halten, was am Ende erst durch das Ausbringen von insgesamt drei Ankern gelang. Am Ende des durchaus sportlichen ersten Segeltages lag das aus Bayern angereiste Team Schulz/Schulz bereits recht klar in Führung, gefolgt von Rudorfer/Seits und Weber R./Mayer. Auf dem vierten Platz waren Christine und ich als relative Neulinge in der Klasse zufrieden, für die Bostalsee-Teams zumindest den Anschluss an die offensichtlich erfahreneren auswärtigen Segler halten zu können.

Zurück an Land gab es zunächst ein kleines Segler-Hock, der Region geschuldet im elsässisch-lothringischen Stil mit Guglhupf und Cremant zum Anstoßen, aber natürlich auch anderen Getränken und selbstgebackenen Kuchen der saarländischen Dyas-Segler gegen den weiteren Durst bzw. Hunger. Wer wollte, erkundete danach zunächst noch die Duschanlagen, ehe es ab 20 Uhr zum gemeinsamen Abendessen ins Basis-Bistro „Seehaus“ ging, wo der Wirt für alle ein deftiges Gulaschgericht vorbereitet hatte.

Wie angekündigt hielt das kaiserlich-sonnige Segelwetter auch am Sonntag an, der Wind diesmal nicht ganz so böig und noch etwas weiter rechtsdrehend aus ONO. Jeweils fünf Minuten nach der Dyas-Klasse gab es bei den beiden Läufen des zweiten Tages noch einen weiteren Start zur sog „Schaumberg-Regatta“ für Ausgleicher, mit der am Bostalsee traditionell die Segelsaison eröffnet wird. Immerhin erweiterten eine Sprinta Sport, eine Varianta und zwei Katamarane das Regattafeld noch ein wenig. Ausserdem waren nun endlich auch alle 13 gemeldeten Dyas am Start. Dem aus der Oberpfalz angereisten Team Karl-Heinz und Florian Schulz war der Gesamtsieg zwar nicht mehr zu nehmen, aber sie mussten doch schon alle fünf Läufe mitsegeln, um sich gegen Horst Rudorffer und Peter Seitz aus Wiesbaden/Schierstein durchzusetzen. Von Reise und Hochzeitsstress befreit fuhr die Crew Weber/Huiskens aus Koblenz sonntags zweimal auf Platz 1, was ihnen schliesslich den dritten Platz sicherte. Den vierte Platz belegte Michaels Bruder Rolf Weber aus Koblenz mit wechselnden Vorschotern auf seiner neuen „Königin“, und unser noch unter Schweizer Nummer segelnder „Pepe“ konnte immerhin für sein neues Heimatrevier den fünften Platz behaupten.

Ein kleiner Erinnerungsfilm zum Download findet sich unter https://www.dropbox.com/s/iiu48js0opv6xez/2018%20Bostal-Dyas.mp4?dl=0

Claus-Michael Lehr und Christine Schaal-Lehr

Dyas „Pepe“ SUI 266/ GER 1388

 

 

Serie der Freitagsregatten am Bostalsee 2018 eröffnet

Das Regattafeld beim „Flauten -Schach“

Obwohl noch lange nicht alle Boote der saarländischen Segler zu Wasser gebracht sind, startete am 18. April die diesjährige Serie der Freitagsregatten mit dem ersten der vorgesehenen acht über die Saison verteilten Läufe. Obwohl der Wind nur gelegentlich und äußerst schwach wehte, entschieden sich die Crews der acht angetretenen Boote trotzdem dafür, das schon als sommerlich zu bezeichnende Wetter gemeinsam auf Boot und Wasser zu genießen. Pünktlich um 17.20 erklang das inzwischen typische Vuvuzela-Signal zum Start des nach Yardstick langsamsten Bootes. Acht-ein-halb Minuten später waren auch die beiden theoretisch schnellsten Boote auf dem durch vier Tonnen definierten, etwa 1sm langen Rundkurs. Obwohl zuweilen jegliche Fahrt aus den Booten kam, brachten gelegentliche Windstöße ab und zu sogar die Spinnaker zum Stehen. Gut bedient war, wer aufgrund sorgfältiger Beobachtung der Wasseroberfläche oder seinen nautischen Instinkten folgend immer wieder solche kleinen Windfelder nutzen konnte. Als das Feld zwischen T3 und T4 lag, erfreute die Wettfahrtleitung – per Paddelboot! – die Teilnehmer mit einer Bahnverkürzung auf nur eine Runde um den See. Das erste Boot ging schließlich nach 1 St. 9 Min. durchs Ziel. Wie immer gab es danach eine gesellige Runde mit Bier, Wein und Wurstbroten – auf jeden Fall ein gelungener Auftakt! Der nächste Lauf ist am 4. Mai, Steuermannsbesprechung um 16:45h (CML)

Mitgliederversammlung und Jugendversammlung 2018

Liebe Vereinsmitglieder,
der Vorstand des SCNS lädt Euch zur diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung (MV) des Segelclubs Nord-Saar e.V. ein:

am Sonntag, den 11. März 2018 um 14:00 Uhr
im Regattahaus auf der Seglerbasis 

Vor der Mitgliederversammlung findet
um 11:00 Uhr die Jugendversammlung statt.

Die Tagesordnung zur Mitgliederversammlung findet ihr hier: Einladung_JV_2018,   die zur Jugendversammlung hier SCNSJugendversammlung2018.
Für die Besetzung der Vorstandsämter wird noch eine Kandidatin/ ein Kandidat für den Posten des Sportbootwarts gesucht.

Wir würden uns freuen, wenn viele Vereinsmitglieder an der diesjährigen Jahresmitgliederversammlung bzw. viele Jugendliche an der Jugendversammlung teilnehmen würden.

Außerdem bietet der SCNS am 10. März 2018 von 9:00 bis 17:00 Uhr einen Erste-Hilfe-Kurs unter der Leitung des DRK an.  Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl bitten wir um verbindliche Anmeldung bis spätestens 13.02.2018. Meldung bitte per Mail an: vorsitz1@scnordsaar.de oder Kasse@scnordsaar.de

Clubfest und Siegerehrung Freitagsregatta 2017

Am 30. September feierten wir unser diesjähriges Clubfest. Bereits um 14:00 Uhr trafen sich die aktiven Segler zur letzten Freitagsregatta, die diesmal an einem Samstag stattfand. Zehn Boote mit alten und neuen Freitagsregatta-Teilnehmer*innen fanden sich ein und lieferten sich spannende Kopf-an-Kopf Rennen. Nach ca. einer Stunde war auch die letzte Varianta mit gleich vier Mitseglern an Bord im Ziel. Am Kran gab es für alle Regattateilnehmer das obligatorische Anlegerbier, was diesmal ein leckerer Apfelwein war. Danach ging‘s zum Kuchenbuffet, bei dem sich die gespendeten Kuchen (Vielen Dank an alle Bäcker*innen!) gegenseitig den Rang abliefen in puncto Leckerheit. Beim gemütlichen Zusammensitzen in der großen Garage konnte man das kalte und regnerische Wetter fast vergessen.

Noch leichter gelang dies beim abschließenden Essen im Regattahaus. Nachdem alle rund 45 Seglerinnen und Segler einen Platz gefunden hatten, begrüßte unsere Vorsitzende Christine Schaal-Lehr die Anwesenden mit einem Gläschen Cremant. Die Rouladen mit Rotkraut und Klößen kamen bei allen gut an. Der Höhepunkt des Abends war die Gesamtauswertung der Freitagsregatten und die Überreichung verschiedener Pokale. An den 8 Läufen der vergangenen Saison (Känguruh-Start, normalerweise freitags um 17 Uhr) hatten sich insgesamt 71 Segler beteiligt. Bei einzelnen Läufen waren bis zu 19 Booten am Start, insbesondere wenn am gleichen Wochenende eine Ranglisten-Regatta folgte und die bereits angereisten Teilnehmer das freitägliche Yardstick-Rennen als willkommenes „Warmup“ nutzten.

Der Freitagsregatta-Wanderpreis: Bronzeguss, ca. 13 cm, von Matthias Lehr, Nürnberg
Sieger der Freitagsregatta 2017

Geehrt wurden der jüngste aller Freitagsregatten-Teilnehmer – Ferdinand Beier, der zusammen mit seinem Papa im Sommer einen Lauf auf der Vereins-Varianta mitgefahren war, der älteste Teilnehmer Ralf Schorr, der es sich nicht nehmen lies beim krönenden Abschluss der Serie einmal mitzufahren, sowie der aktivste Teilnehmer, der keine Regatta verpasste und immer dafür sorgte, dass der eine oder andere sich noch zum Teilnehmerfeld hinzu gesellte – Harald Seber.

Der Gesamtsieg ging an den Organisator Claus-Michael Lehr der zusammen mit seiner Frau Christine auf Dyas oder 505er am häufigsten als erster über die Ziellinie fuhr und somit mit den besten fünf von acht in die Wertung einzubringenden Rennen die höchste Gesamtpunkzahl erreichte. Sie haben einen künstlerisch gestalteten Wanderpreis gespendet, den sie nun auch gleich mit nach Hause nehmen durften und der nächstes Jahr für Viele hoffentlich Anreiz ist, möglichst oft und möglichst weit vorn bei den Freitagsregatten mit zu segeln.

Christine Schaal-Lehr (Vorsitz1@scnordsaar.de)

Ergebnisse: Freitagsregatta 2017, 8 WF

Syrer auf dem Treppchen bei der Saarlandmeisterschaft über alle Klassen

Etliche Segler aus den Vereinen des LVSS sind häufig auf hoher See unterwegs, kennen die weiträumigen Regattakurse dort, obwohl die heimischen Reviere zum Training dafür nicht wirklich die Bedingungen erfüllen.
Foto: SC Nordsaar

Am Sonntag der Saarlandmeisterschaft über alle Klassen konnten dann etliche „nur“ Binnenreviersegler zum ersten Mal einen Start ohne Blickkontakt zur Tonne erleben, die vom aufziehenden Nebel allmählich eingehüllt wurde. Wettfahrtleiter Jürgen Feuerhake vom YC Saarbrücken war zuversichtlich: „Die merken, wo der Wind herkommt, also finden die auch die Tonnen!“ Ging tatsächlich – auch ohne Kompasskurs!

Doch vor dem Sonntag war Samstag:

Unter den Crews der 18 Boote, die entsprechend der vom LVSS Sportausschuss vorgeschlagenen Regelung sinnvoll in besser vergleichbaren Gruppen (Gr. I= Jollen und Katamarane; Gr. II = offene und geschlossene Kielboote) starteten, fiel ein neuer, etwas fremdländisch klingender Name auf: Haidar Wader – ein Syrer, der vor zwei Jahren sein Land verlassen musste und unter mehr als abenteuerlichen Umständen über die Ägäis (mit zwei kleinen Kindern und schwangerer Ehefrau, gekentert und fast ertrunken…) im Aufnahmelager Lebach angekommen war.

Die Familie ist offensichtlich auf gutem Wege, im Saarland eine neue Heimat zu finden. Über seinen segelbegeisterten Betreuer Jörg Berndt (SC Bosen) hat der drahtige ehemalige Profi-Boxer (10 nationale und asiatische Meistertitel) als Hobby inzwischen zum weißen Wassersport gefunden. Mit nur 50 kg Kampfgewicht, aber einer Fitness für 100 Liegestütze (20 davon auf einem Arm!) bringt er für die mit 3 Personen zu segelnde Sprinta Sport als Vorschiff-Mann geradezu ideale Voraussetzungen mit. Prompt fuhr er bei dieser Regatta zusammen mit seiner Crew sogar „aufs Treppchen“ – Gratulation!

Die Wetterbedingungen am Samstag waren trotz einiger Regenschauer mit 2-4 Bft. sehr gut segelbar und erlaubten bei gemeinsamem Start aller Boote drei von fünf ausgeschriebenen Läufen. Am Abend bot das dank neuem Pächter inzwischen wieder bewirtschaftete Seglerheim am Bostalsee gute Gelegenheit zum kameradschaftlichen Austausch. Von dem sehr pünktlichen Start am nächsten Morgen zeigten sich einige der Segler etwas überrascht, hatten sie doch bei dem nur schwachen Wind und aufkommendem Nebel wohl eher mit einer Starverschiebung gerechnet.

Tatsächlich erwies sich der Wind zwar als durchaus brauchbar, aber der nach dem Start sich weiter verdichtende Nebel stellte die Konkurrenten vor zusätzliche, auf Binnenseen eher ungewöhnliche navigatorische Herausforderungen: Man konnte auf einmal gar nicht mehr von einer Tonne zur anderen sehen. Verständlich die Entscheidung der Wettfahrtleitung auf einen weiteren Lauf zu verzichten, zumal zusätzlich der Wind fast einschlief. Dass wenig später die Sonne herauskam, war nicht unbedingt vorhersehbar. Darüber gab es allerdings bei der anschließenden Siegerehrung keinerlei Beschwerden.

Herzlichen Dank an die zehnköpfige Helfercrew des ausrichtenden SC Nordsaar, und vor allem an Wettfahrtleiter Jürgen Feuerhake und seine Assistentin Daniela Winkel (beide YC Saarbrücken), deren kurzfristiges und engagiertes Einspringen es dem Schreiber dieser Zeilen und seiner Vorschoterin ermöglichten, selbst die Regatta mitzusegeln.

Ergebnisse:

Gruppe I: Daniel & Christian Winkel (YCSB) im Korsar zeigten schon am Samstag, dass sie keinen an sich vorbeilassen werden und sicherten sich Platz 1. Platz 2 und 3 trennte nur ein Punkt und mit einem weiteren Lauf wäre Tim Kahlen (SCBO) im RS Aero die Aufholjagd zu Leon Schulz (SCNS) im Laser Radial vielleicht geglückt. So blieb er aber hinter Leon auf Platz 3.

In der Gruppe II der Kielboote  kamen Claus-Michael & Christine Lehr (SCNS) mit ihrer Dyas auf Platz 1. Die Jantar 21 mit Daniel Müller (SCNS) und Florian Haßdenteufel (OYA) bewies auf Platz 2 Kontinuität und die Crew auf der Sprinta Sport Georg & Jörg Berndt (SCBO)und Haidar Wader (OYA) verteidigte erfolgreich Platz 3

 

Claus-Michael Lehr / SC Nordsaar; Anne Nehrenberg /LVSS

 

Clubfest 2017

Zu unserem Clubfest am Samstag, den 30. Sept. 2017  laden wir Euch herzlich ein. Vorher findet das Finale der „Freitagsregatta“ statt.

Start zur Regatta: 14.00 Uhr. Nach dem Zieleinlauf sind alle Regatta-Teilnehmer zum Steg-Bier eingeladen, um die von Wind / Sonne ausgetrockneten Kehl zu benetzen.
Ab 16 Uhr wird in der Bootshalle Kaffee und Kuchen gereicht.
Ab 18 Uhr findet ein Sekt-Empfang
statt, bevor dann
ab ca. 19 Uhr das Abendessen vom neuen Wirt im Regattahaus serviert wird. In diesem Rahmen findet dann auch die Siegerehrung der Freitags-Regatten 2017 mit Überreichung der Pokale statt. Besonders herzlich willkommen sind unsere neuen Mitglieder.
Wir bitten um Anmeldung spätestens bis zum 25. September! per E-Mail: vorsitz1@scnordsaar.de

Kosten Abendessen: 15,- Euro (wird vor Ort bezahlt). Für die Kuchentheke bitten wir um Kuchenspenden. (Bitte per E-Mail anmelden); außerdem werden für Kuchenausgabe und Kasse Helfer gebraucht.

Der Vorstand hofft auf rege Teilnahme – als Helfer, als Regattasegler oder ganz einfach als Mitfeiernde.